15. Fotostationen in der Stadt Solothurn

Zurück an den Ort. Solothurn im Wandel. Fotografien aus den Archiven König und Räss

Historische Fotografien sind mehr als Dokumente vergangener Zeiten. Sie bewahren Erinnerungen an Menschen, Orte und Anlässe. Die Bestände der Fotografen Hans König sowie Ulrich und Ernst Räss machen ein Stück Geschichte der Stadt Solothurn und ihrer Region sichtbar und zeichnen ein lebendiges Bild ihrer Entwicklung. Die beiden Archive wurden während der letzten fünf Jahre von der Zentralbibliothek Solothurn erschlossen und eine grosse Auswahl davon digitalisiert, die auf memobase.ch frei zugänglich ist.
In «Zurück an den Ort» bringt der Kunstverein Solothurn in Zusammenarbeit mit der Zentralbibliothek ausgewählte Fotografien aus den Archiven König und Räss dorthin zurück, wo sie einst entstanden sind. An 15 Standorten im Stadtraum von Solothurn begegnen die historischen Aufnahmen ihrer heutigen Umgebung. Sie dienen dabei nicht als nostalgische Rückschau, sondern eröffnen neue Perspektiven – auf die Architektur, die Nutzung der städtischen Räume, auf die Begrünung, auf Mode, Verkehr oder auf bauliche Entwicklungen. Die Bilder zeigen Momente einer Stadt, die in Bewegung ist.
Die Bestände gehören zur reichen Fotografiegeschichte am Jurasüdfuss und erzählen von Wandel, von der Industrie in der Region, vom Alltag und von der Entwicklung des öffentlichen Raums. Darüber hinaus verweisen sie auf die Bedeutung fotografischer Archive für das visuelle Gedächtnis einer Region. Sie sind Teil des audiovisuellen Kulturerbes, machen historische Entwicklungen sichtbar und prägen die kollektive Erinnerung.